Kultur- und Projektwoche

Wer in schönen Dingen einen schönen Sinn entdeckt – der hat Kultur (Oscar Wilde)

Unter diesem Motto findet die Kultur- und Projektwoche an unserer Schule statt. Die Kulturarbeit ist seit Jahren fester Bestandteil der Schulentwicklungsarbeit der Martin-Buber-Schule. Die im Rahmen der Leseförderung stattfindenden Schreibwerkstätten, Autorenlesungen und Theateraufführungen haben schon Tradition und die Zusammenarbeit unserer Schüler und Schülerinnen mit Künstlern, Schauspielern und Autoren wird seit Jahren systematisch entwickelt und kontinuierlich aufgebaut. Unser Anliegen ist es, Lernenden einen Zugang zu Kunst, Literatur, Texten, Theater und zum Lesen, Schreiben Zuschauen, Zuhören und Nachdenken zu ermöglichen. Es soll ihnen eine Alternative zu der Medienflut ihres Alltags bieten.

Das von uns gebotene Angebot kommt gut bei allen gut an, das bestätigen unsere kontinuierlichen Evaluationen und die Ergebnisse der jungen Kulturschaffenden selbst: Unser jährlich stattfindender Literarischer Abend, ein Gedichtabend in Buchform, Kunstaustellungen mit Werken von Schülern, Abende mit unserem Schulorchester und Theateraufführungen sind Schmuck unserer Arbeit.

Die Kultur- und Projektwoche 2021

Leider musste die letzte Kultur- und Projektwoche coronabedingt ausfallen. Dies hat uns einmal mehr gezeigt, wie wichtig diese Woche für uns als Schulgemeinschaft, aber auch für die mit uns kooperierenden Künstler, Schriftsteller, Schauspieler ist. Den Schülern und Schülerinnen haben die Abwechslung und die neuen Erkenntnisse gefehlt. Darüber hinaus hat unseren Kooperationspartnern der Austausch mit den Schülern sehr gefehlt. Wir freuen uns aus diesem Grund besonders, dass die Woche geplant und hoffentlich durchgeführt werden kann.

In diesem Jahr findet die Kultur- und Projektwoche schon im zweiten Jahr in einer neuen Form statt. Wir haben uns als Schule dazu entschlossen die beiden Formate nicht mehr getrennt voneinander, sondern zur selben Zeit stattfinden zu lassen. Idee ist es alle kulturellen und projektorientierten Aktivitäten in einem Zeitraum zu bündeln und so Zeit und Raum für Dialog mit Künstlern, Schauspielern, Schriftstellern und Dichtern zu schaffen. Sie sollen außerdem Zeit haben an Projekten zu arbeiten und die verschiedenen Inhalte und Disziplinen der gewohnten Schulfächer auf eine andere Art kennenzulernen. Wir wollen zum Lesen, Schreiben, Zuschauen, Zuhören, Kreieren und Nachdenken motivieren. Devise: erleben und mitmachen.

Das Programm findet in der Vorletzten Schulwoche statt, um fernab von Noten und Termindruck ausgelassen erleben und arbeiten zu können. Alle Klassen sind eingebunden und wir denken, für jeden ist, im Laufe der Schulzeit an der Martin-Buber-Schule, etwas dabei. Wir unterscheiden, wie die Jahre zuvor auch, zwischen einem verbindlichen Pflichtprogramm für die Klassen, das auf die jeweiligen Klassenstufe und das Curriculum zugeschnitten ist und einem Wahlprogramm. Hier zeigen Workshops in Kunst, „Backstage“-Führungen im Theater und Unterrichtsgänge ins Museum, wie breit gefächert das Wahlangebot ist.

Für das Pflichtprogramm stehen Autorenlesungen und Schreibwerkstätten an mit Jugendbuchautoren wie Dirk Reinhardt (Jahrgang 9), Jochen Till (Jahrgang 6) und Tino Leo mit „Die Nibelungensaga“ (Jahrgang 6) und „Faust“ (Jahrgang 10). An verschiedenen Projekten wird außerdem in Jahrgang 8 gearbeitet und in Jahrgang 7 bearbeiten die Schüler die verschiedenen Naturkatastrophen und bauen diese modellhaft nach.

Zu nennen sind gleichfalls Veranstaltungen wie „Oper in der Schule“ und Workshops zum Thema „Weltall“ (Jahrgang 5), Cybermobbing (Jahrgang 6), sowie zum Thema „Jüdisches Leben in Groß-Gerau“ (Jahrgang 9). Andere verschiedene Projekt- und Mediationstage zu unterrichts- wie alltagsrelevanten Themen, die Anlass zu Begegnung und Austausch bieten schließen sich an. Kultur und Kulturschaffende werden – so hoffen wir – spürbar (be-)greifbar.